Sonntag, 16. September 2012

SUPER!!! Neuer Verein für Borreliose Betroffene online

Darf ich vorstellen....? Ich bin sehr stolz, mich als Aktivistin im neuen Verein OnLyme-Aktion.org bezeichnen zu dürfen. Unser Verein kann/soll auch ihr/euer Verein sein, für alle, die etwas bewegen wollen........
Werdet Mitglied, seit aktiv, macht mit......jeder ist willkommen.






Heute tritt in Leverkusen die neue bundesweite Aktionsplattform „OnLyme-Aktion.org“, Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V. in die Öffentlichkeit. Das am 11. August 2012 gegründete Aktionsbündnis hat sich zum Ziel gesetzt, in der Öffentlichkeit und der Politik ein stärkeres Problembe-wusstsein für die Gefahr zeckenübertragener Infektionen, insbesondere der Lyme-Borreliose, zu schaffen. Alle Aktivitäten im Bereich Information, Kommunikation, Zusammenarbeit, Meinungsäußerung, Organisation und Aktionen werden vorrangig im digitalen Netz betrieben.

Unterschriften sammeln in der Fußgängerzone war gestern. Heute kann man auf gesundheitspolitische Anliegen anders aufmerksam machen und dabei ungleich mehr Menschen erreichen. Wir sind überzeugt, dass das Internet und die sozialen Netze inzwischen große Chancen zur Mitgestaltung, Meinungsäußerung und Partizipation bieten. "Daher richtet sich unser Angebot ganz besonders an alle Interessierten und Betroffenen, die das Internet und die Potenziale des Web2.0 für Aktionen nutzen möchten", sagt Birgit Jürschik-Busbach, Vorstandsvorsitzende des gemeinnützigen Vereins und fügt hinzu: „OnLyme-Aktion.org“ versteht sich als ideale Ergänzung zu anderen Patientenvereinigungen und Selbsthilfegruppen.“

Montag, 3. September 2012

Neues Forum für Betroffene

Seit kurzem gibt es ein neues Forum für Betroffene mit Borreliose und Co- Infektionen. Schau doch mal rein.

http://zecken-forum.by-jojo.de/

Mittwoch, 18. Juli 2012

Studie ! Borreliosetests sind zu 12% falsch !!!!

Diese Studie der Krankenkasse DAK deckt auf......Laut Studienleiter Klaus-Peter Hunfeld vom Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main liefern 12 % (diese genaue Zahl nannte er in einem Interview mit dem WDR) der momentan verwendeten Standard-Borreliosetests falsche Ergebnisse. Sogar im Deutschen Arzteblatt wurde diese Studie veröffentlicht. Ebenso geht daraus hervor, dass wesentlich mehr Menschen an Borreliose erkranken als bisher angenommen.

Hier einige Auszüge des Artikels aus dem Ärzteblatt.


"........Hamburg – In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr Patienten an Lyme-Borreliose als bislang angenommen. Bislang schätzten Experten die Zahl der Infektionen auf rund 60.000 bis 100.000 Fällen pro Jahr. Eine Analyse von Krankenkassendaten der DAK-Gesundheit kommt aber hochgerechnet auf rund 214.000 Neuerkrankungen pro Jahr.
Eine Arbeitsgruppe um den Infektionsepidemiologen und Labormediziner Klaus-Peter Hunfeld vom Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main wertete die DAK-Abrech­nungs­daten aus. Demnach wurde im Jahr 2007 bei 14.799 Versicherten der DAK-Gesund­heit erstmals eine Borreliose diagnostiziert, 2008 waren es 16.684. Die Angaben beruhen auf kodierten Diagnosen, welche die Autoren im Rahmen der Studie nicht näher überprüften. Eine Hochrechnung auf die gesamte Bevölkerung führte zu der Zahl von 214.000 Infektionen.
Ein Problem bei der Diagnostik sind laut DAK Mängel bei den Qualitätskontrollen verschiedener Labortests für die Borrelienantikörper-Diagnostik. „Hier sind dringend verbindliche Regelungen zur Verbesserung und Vereinheitlichung der Testqualität erforderlich“ sagte Elke Scharnetzky, Expertin für Versorgungsforschung bei der DAK-Gesundheit.
Hinzu komme, dass es für Borreliose derzeit keinen eindeutigen Labortest gebe, der es ohne zusätzliche klinische Information ermögliche, zwischen einer behandlungsbedürftigen und einer zurückliegenden, abgeheilten Infektion zu unterscheiden. Auch der Erfolg einer Therapie lasse sich nicht anhand von Laborwerten überprüfen. Die Labordiagnostik sollte daher nur gezielt bei entsprechendem klinischem Verdacht zum Einsatz kommen......"

Quelle:http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50476

Montag, 16. Juli 2012

Jetzt auch im Fernsehn !!

nach dem Radiobeitrag bin ich jetzt auch noch in einem Fernsehbeitrag

http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2012/0716/01_borreliose.jsp

Im WDR in der Sendung Markt. Es geht um mich und eine andere Patientin mit der Fehldiagnose MS.

Freitag, 6. Juli 2012

Ich bin im Radio!!!!

http://www.wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/s/d/06.07.2012-10.05/b/eindeutig-uneindeutig.html

Hier könnt ihr euch den Beitrag nochmal anhören....

Bei "Neugier genügt" im Radiosender WDR5 lief heute ein Beitrag zum Thema Borreliose. Ich habe auch einen Sprechanteil mit meiner Geschichte.

Dienstag, 5. Juni 2012

L-Form Bakterien und Multiple Sklerose (MS)

Der Versuch, Krankheiten unbekannter Ätiologie, als “Autoimmunkrankheiten” zu betrachten, hat möglicherweise die Untersuchung für ihre wahre Ursachen eher behindert. Ein gutes Beispiel könnte die Multiple Sklerose sein. Sie wird nach herkömmlichen Verständnis als Autoimmunkrankheit angesehen, die das zentrale Nervensystem angreift.
 Jedoch hat es nicht an Hinweisen gefehlt, die diese Krankheit als eine infektiöse vermuten liessen. Vermutungen hierüber reichen bis zum letzten Jahrhundert und noch weiter zurück.

Da ist das berühmte Beispiel mit den Faröer Inseln und der MS. Die Krankheit war bis zur Ankunft von Britischen Truppen in Zweiten Weltkrieg (1939) völlig unbekannt. Dafür gab es in den darauffolgenden 20 Jahren mehr als 24 Erkrankungen zu verzeichnen; also schien die Krankheit “eingeschleppt” worden zu sein.
In den 20er Jahren hatte der Heidelberger Arzt und Forscher,  Dr. Gabriel Steiner, die Vermutung geäussert, dass MS durch Spirochäten verursacht würde. Er kam zunächst auf die Spirochäten durch “vergleichende Pathologie”, d.h. man sucht eine Krankheit mit bekannten Erreger, deren Symptome der zu untersuchenden Krankheit ähneln. Später gelag G. Steiner der Nachweis der Spyrochäten mit Versilberungstechniken, obwohl die Fachleute von damals und von heute skeptisch waren und noch immer sind. Die Fachwelt verlangt zwar den Nachweis der Bakterien als Ursache, sobald jedoch die Bakterien nachgewiesen sind, werden sie sehr schnell als Co-Infektionen oder Superinfektionen tituliert und damit ausser acht gelassen, frei nach dem Motto “es kann nicht sein, was nicht sein darf”. Ähnlich erging es Alan Cantwell (und Victoria Livingston) mit seinem Buch “The cancer microbe” und ähnlichen Veröffentlichungen über die Ätiologie von Krebs. Diese Veröffentlichung (Englisch) enthält eine sehr gute Zusammenfassung.

Ein Preview der Steiner Arbeit kann im Springerverlag kostenlos besichtigt werden. Er entwickelte auch eine Behandlungsmethode, die aber keinen grossen Erfolg hatte und mittlerweile dürfte auch klar sein, warum nicht. Zellwand-defiziente Bakterien haben nun mal keine Zellwand, die das Antibiotika zerstören kann.
Viele Jahre später wurde diese These wieder aufgeworfen, diesmal von dem Schweizer Hausarzt und Internist Markus Fritzsche. Er untersuchte statistische Korrelationen zwischen weltweiter Zeckenaktivität und MS (und auch Schizophrenie). Man wusste über Schizophrenie schon lange, dass das Risiko, an dieser Krankheit zu erkranken am grössten ist, wenn das Kind in Winter oder im Frührjahr zur Welt kommt.
In den 50er Jahren untersuchte ein Französischer Wissenschafter, Paul Le Gac, die mögliche Behandlung von MS durch Antibiotika (tetrazykline). Er vermutete ebenfalls bakterielle Erreger als Ursache und zwar wieder einen intrazellulären Erreger, die Rikettsien. Seine Arbeiten erstreckten sich bis in die 70er Jahre. Einen Überblick über seine Arbeiten kann man hier lesen.

Lida Mattman, eine annerkante Wissenschaftlerin, die für den Nobelpreis nominiert wurde (1998), isolierte ebenfalls Spirochäten aus der Rückenmarktflüssigkeit von MS-Patienten. Viele Bilder sind in ihrem berühmten Werk “Stealth Pathogens” zu sehen. Ähnliches fand sie bei ALS-Patienten.

Die Suche nach möglichen Pathogenen als Auslöser für die Multiple Sklerose ging weiter: Norwegischen Wissenschafltern fielen  (2001) ebenfalls die von Steiner bekannten Spyrochäten in der Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit von 10 MS-Kranken auf. Besonders interessant war die Entdeckung von deren L-Formen (Infection 29, 315-319(2001)), s. auch Artikel im Nervenaerztebund. Also genau die Form, die Trevor Marshall als Ursache für diese und viele andere Krankheiten (”Autoimmun”) identifiziert hatte. Wobei Marshall nicht nur eine Bakteriensorte berücksichtigte, sondern mehrere. Also eine Abkehr von den sogenannten “Koch Postulaten”, die aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Andere Forscher, wie Stratton und Wheldon wiederum identifizierten Chlamydien als möglicher Erreger. Man merke, dass alle Pathogene, die in die engere Auswahl kamen, intrazellulären Erreger sind. Viele Labors rund um den Globus hatten auch mit unterschiedlichen Nachweismethoden Chlamydien DNA bei MS-Patienten entdeckt (zwar nicht bei allen, aber bei statistisch signifikanten Prozensätzen).

Wheldon entwickelte das sogenannten “Wheldon Protokoll”, basierend auf einer Antibiose mit unterschiedlichen Antibiotika. Die beiden Wissenschaftler publizierten ihre Arbeit in September 2006.
Interessanterweise hatte Wheldon ebenfalls die Vermutung, dass neben Chlamydien noch weitere Erreger ihr schädliches Werk treiben. U. a. auch den Epstein-Blarr-Virus. Wheldon: “… It seems likely: we have been living with these beings, their genome trapped within ours, for untold time.”
Ein Konzept, welches von Marshall als “Metagenomics Microbiota” bezeichnet wird. Die Frage, welcher Erreger zuerst kam, ist fast irrelevant. Es ist die statistische Kombination von mehreren intrazellulären Pathogenen über die gesamte Lebenszeit, deren Produkte direkt mit nucleare-Rezeptoren wechselwirken, insbesonders mit dem Vitamin-D-Rezeptor VDR. Ein Effekt, der mittlerweile von Experimenten bestätigt wird: Forscher haben z. B. an lebenden Borrelien Bakterien entdeckt, deren Genen genau ihre Expression beeinflussen. Der VDR war ebenfalls darunter, unter vielen anderen. Alleine der Epstein-Blarr-Virus vermindert die Expression des VDR um einen Faktor von 10.
Siehe Diskussion dazu im Marshallforum sowie das Posting “Das Marshall Model der Autoimmuner-krankungen”.

Die vermutete “genetische Ursache” stellt sich damit in einem ganz anderen Licht dar: Die Gene sind in Ordnung, nur ihre Tranksription ist gestört.
Passend dazu die Beobachtung: Man hat 2007 herausgefunden, dass bei eineiigen Zwillingen, bei denen ein Geschwister an MS erkrankte, die MS Erkrankungswahrscheinlichkeit des anderen am niedrigsten ist, je mehr sich das Kind draussen der Sonne ausgesetzt hatte. Weil vermutlich die angeborene Immunabwehr als Folge der besseren Vitamin-D-Versorgung besser gegen die intrazelullären Parasiten geschützt hat. Nach der Erkrankung jedoch ist der Vitamin-D-Stoffwechsel gestört, wie man in diesem Blog hinreichend lesen kann.
Die Hinweise auf die bakterielle Pathogenesis der MS sowie einer Vielzahl von “unerklärlichen” Autoimmun-Erkrankungen wächst von Jahr zu Jahr. Siehe z.B. den Bericht von US-Forschern, die eine von Bakterien produzierten Substanz (DHC´s) isoliert haben. Die genannte Substanz vermag starke MS-Symptome an Mäusen zu verursachen.
Das soll ein Beispiel einer “Autoimmunkrankheit” sein, deren Gründe viel komplizierter und vielfältiger sind als vermutet wird. Sind aber Pathogene als Erreger in Sicht, besteht auch Hoffnung auf Heilung. Also lohnt es sich in dieser Richtung weiterzudenken, so wie Dr. Gustav Steiner, Lida Mattman, Alan Cantwell, Virginia Livingston und Trevor Marshall.

Die medizinische Welt ist weiterhin skeptisch, aber was hatte man über Louis Pasteur erzählt ?
“La théorie des germes de Louis Pasteur est une fiction ridicule” (*) Pierre Pachet, professor of physiology, Toulouse (1872).
(*)” Die Theorie der Pathogenen von Louis Pasteur ist eine absurde Fiktion”

Quelle: http://autoimmun.net/2009/06/l-form-bakterien-und-multiple-sklerose-ms/

Montag, 4. Juni 2012

Antibiose bei MS

Was spricht für eine Antibiotika-Therapie bei MS?
 Einiges!
 Dies wird in diesem Bericht anschaulich dargestellt.

Hier einige Auszüge aus dem Bericht (aber auch der ganze Text ist unbedingt lesenswert).


"In den 30er Jahren wurde auch eine Spirochäten-Theorie der Multiplen Sklerose diskutiert. Der aus Heidelberg stammende, später nach Chicago emigrierte, Neurologe Gabriel Steiner wies mikroskopisch mit Versilberungstechniken Spirochäten in Herden von MS-Patienten nach [8] und propagierte eine Antibiotika-Therapie. Er und einige andere Forschergruppen, vorwiegend des deutschen Sprachraumes [9, 10], gingen davon aus, daß die von ihnen in den entzündlichen Plaques gefundenen „Borrelien“, wie sie diese schon damals nannten, eine eigene Spezies darstelle (Borrelia myelophthora), welche sie ätiopathogenetisch für MS verantwortlich machten. Zu der sogenannten „Steiner-Dreistufentherapie“ gehörten neben  durchblutungs-fördernden Maßnahmen und Bewegungstherapie auch eine antiinfektiöse Behandlung mit den damals zur Verfügung stehenden Antibiotika, meist mit Tetracyclin oder Oxytetracyclin."

"In den 80er Jahren erkannte man, daß persistierende Infektionen mit Borrelia burgdorferi relativ selten auch zu einer progressiven Enzephalomyelitis führen können [11]. Unbehandelt entsteht dabei ein Krankheitsbild, das einer Multiplen Sklerose mit enzephalitischen Herden relativ ähnlich sieht".

http://www.p-e-g.org/publikationen/ctj/143_146.pdf