Sonntag, 22. April 2012

Sind auch Co-Erreger die Übeltäter ?

Hier möchte ich mich besonders mit dem Erreger Chlamydophila pneumoniae befassen. Er ist häufig als Co-Erreger bei einer Borrelioseinfektion zu finden. Mehrere Studien deuten auf einen direktren Zusammenhang zwischen der Infektion mit dem Erreger hin, der im Normalfall die Atemwege befällt. 

Wikipedia: Chlamydophila pneumoniae

 

Die Rolle von Chlamydien bei der Multiplen Sklerose

Das Bakterium Chlamydia pneumoniae löst beim Menschen meist leichte Infekte der Atemwege aus. Es kann in menschlichen Zellen, ohne Krankheitssymptome zu machen, überdauern. Dieses Bakterium zog die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf sich, als sich bei einem MS-Patienten mit einer Infektion des zentralen Nervensystems (ZNS) nach der Behandlung mit Antibiotika auch die MS-Symptome besserten. Weitere Studien sollten klären, ob es einen Zusammenhang zwischen einer Infektion mit Chlamydien und der Entstehung von MS gibt.
Frauen mit MS haben offenbar häufiger eine Infektion mit Chlamydien durchgemacht. Das ergaben Blutanalysen von 141 US-amerikanischen Frauen mit MS und einer Kontrollgruppe. Betrachteten die Forscher die unterschiedlichen Verlaufsformen der MS, so zeigte sich für die schubförmige MS nur ein geringer Zusammenhang zwischen der neurodegenerativen Erkrankung und einer Chlamydien-Infektion. Anders jedoch bei progredienten Verläufen. Unter den Frauen, die bereits eine Chlamydien-Infektion durchgemacht hatten, fand man diese Form der Erkrankung siebenmal häufiger.

Die Forscher können bislang aber noch keine Aussage darüber treffen, ob die Infektion die Entstehung der MS begünstigt oder, ob umgekehrt, die MS das Immunsystem derart beeinflusst, dass es den Erreger nicht bekämpfen kann.

Die Idee, eine Multiple Sklerose allein mit einem Antibiotikum zu behandeln, scheint abwegig, denn hierbei handelt es sich nach geltender Lehrmeinung nicht um eine Infektion, sondern um eine durch verschiedene noch nicht eindeutig geklärte Faktoren verursachte Erkrankung. Dennoch mehren sich die Hinweise, dass Bakterien oder Viren für die Entstehung der MS eine wichtige Rolle spielen, auch wenn sie nicht der Auslöser der Erkrankung sein müssen. In weiteren klinischen Studien soll nun überprüft werden, inwieweit eine Behandlung mit Antibiotika den Verlauf der MS beeinflussen kann. Nach den vorliegenden Ergebnissen gehen die Forscher allerdings davon aus, dass ein Therapieeffekt, wenn überhaupt, eher bei progredienten Verlaufsformen zu erwarten wäre.
(BSMO)

Quelle: http://www.ms-life.de/mslife/ms-nachrichten/news-archiv/content-132398.htmlhttp://www.ms-life.de/mslife/ms-nachrichten/news-archiv/content-132398.html

Dr. Berghoff beschreibt auch den deutlichen Zusammenhang. Interessant ist, daß sich die Behandlung der Infektion gut mit der Behandlung der Borreliose kombinieren läßt.
"Die Behandlung von Cp-Erkrankungen u.a. MS kann sich an der Behandlung der chronischen Lyme-Borreliose orientieren."
http://www.praxis-berghoff.de/dokumente/pathophysiologische_hypothese_chlamydofila_pneumoniae_ms.pdf

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